Thomas Walter der Gartenbotschafter im Naturpark Spessart

GARDENS     GÄRTEN      ein Garten        viele Garten-Schauen

Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen unter mehr oder minder intensiver Pflege mit Hilfe von Gartengeräten angebaut werden. Es steht nicht nur der reine Ertrag, das Ernten der Pflanzen im Vordergrund, sondern auch der künstlerische, spirituelle oder therapeutische Zweck. Ebenso dient der Garten den Menschen zur Freizeitgestaltung und zur Erholung. Er ist Wohnraum im Freien.


Staudenrabatte mit eingestreuten Gehölzen.

Nachfolgend eine Liste von meiner Meinung nach sehr schönen Gärten

  • Deutschland Frankfurt Palmengarten
  • Deutschland Aschaffenburg Landschaftspark Schönbusch
  • Deutschland egapark Erfurt
  • Deutschland Blumeninsel Mainau im Bodensee
  • Deutschland Bad Muskau Fürst Pückler Park
  • Deutschland Gartenreich Dessau-Wörlitz
  • Grossbritannien Royal Horticultural Society Garden Wisley
  • Grossbritannien Kew Garden
  • Grossbritannien Great Dixter Garden
  • Grossbritannien Sissinghurst Castle Garden
  • Grossbritannien University of Oxford Botanic Garden - the oldest in Britain
  • Schottland Inverewe Garden - der nördlichste Garten in Europa
  • Schottland Dunrobin Castle Garden Sutherland
  • Frankreich Jardin Chateau Villandry
  • Frankreich Jardin Chateaux du Rivau - fantastic
  • Niederlande Leiden Hortus Botanicus
  • Italien Südtirol Meran Gärten von Schloss Trauttmansdorff
  • Portugal Azoren Insel Sao Miguel Terra Nostra Garden Furnas
  • Portugal Azoren Insel eigentlich die ganze Insel
  • Portugal Madeira Insel Jardim Botanico Funchal
  • Spanien La Universidad Granada Botanic Garden
  • Spanien Kanaren Insel Teneriffa Jardim Botanico
  • Spanien Balearen Insel Mallorca Botanicactus
  • China Shanghai Yu-Garten
  • China Peking Sommerpalast

Das waren/sind zeitlich begrenzte Gartenschauen

  • Hanau Das Gartenfest Schloss Wilhelmsbad
  • Landpartie Schloss Büdingen
  • Gartenfest Schloss Fasanerie Fulda
  • Gartenfest Schloss Laubach
  • Landesgartenschau 2002 Hanau
  • Landesgartenschau 2015 Alzenau
  • Bundesgartenschau 1989 Frankfurt
  • Bundesgartenschau 1995 Berlin 2017
  • Bundesgartenschau 2011 Koblenz
  • jährlich "Tag der offenen Gartenpforte"


Das Sammeln von Saatgut

Viele Pflanzen vermehren sich über Saatgut. Das Sammeln von Saatgut und danach die Aussaat und das Kultivieren der Pflanzen ist eine schöne Beschäftigung ... und es geht wirklich viel einfacher, als man denkt. Sieht man doch dann mit Erstaunen, was aus so manch kleinem Samenkorn für eine prächtige Pflanzen werden kann. Schon Goethe sammelte während seiner Spaziergänge Pflanzensaatgut in seinen Rocktaschen und verteilte es dann wieder, während er weiter ging. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.

Die Samenhandlung - der Anfang

Ende der 80er Jahre gab es sie noch, die Samenhandlung, Spezialgeschäfte, die mit Blumen-, Gemüse-, Kräuter-, und Rasensaatgut, sowie Blumenzwiebeln und Blumenknollen vor Ort handelten. 1500-2000 verschiedene Saatgut-Sorten konnte so ein Sortiment oft haben. Das Saatgut wurde bei Saatgutzüchtern in großen Mengen eingekauft, es wurde auf Qualität überprüft, gereinigt, gewogen bzw. portioniert und dann z.B. in kleine Papiertüten gefüllt. Diese wurden dann an die Kunden verkauft. Schon damals wurden Keimproben gemacht. Eine abgezählte Menge von Samenkörnern wurde auf ein feuchtes Papiervlies gelegt und dann in einem Keimapparat bei einer vorgeschriebenen Temperatur und Luftfeuchtigkeit zum Keimen gebracht. Wurde eine bestimmte Keimzahl überschritten, so war das Saatgut zum Verkauf zugelassen. Diese Keimergebnisse wurden in einem Keimbuch schriftlich dokumentiert.

Die Gärtnerei - die Zwischenstation

Diese Saatgut wurde auch an die umliegenden Gärtnereien geliefert, die dann in großem Stiel aus dem Saatgut Pflanzen kultivierten. Waren diese Sorten nicht sortenrein gezüchtet (was z.B. durch eine Fremdbestäubung durch Insekten passieren konnte) konnte es sein, das die neuen Pflanzen teils anders aussahen oder andere Eigenschaften hatten. Das hängt mit der Verebungslehre zusammen, erstmals erforscht von dem Augustinermönch Gregor Mendel. Oft entstanden durch solche Kreuzungen neue, für den Handel nutzbare und wertvolle Sorten. Diese Methode nennt man generative Vermehrung. Sie wird z.B. bei Erbsen, Tomaten, Gurken, Paprika und verschiedene Sorten von Blumen wie Primeln, Petunien, Studentenblumen heute noch angewendet. Doch viele Pflanzen werden auch vegetativ, d.h. durch Stecklinge vermehrt. Vereinfacht gesagt, man schneidet einen Trieb von einer Pflanze ab, steckt ihn in Aussaaterde und wartet bis er Wurzeln gezogen hat. Dadurch erhält man die gleiche Pflanze, wie die Mutterpflanze. Die beliebten Orchideen stammen heute aus pflanzlicher Gewebekultur, auch in vitro- (= im Glas) Kultur genannt. Es sind Methoden der pflanzlichen Klonierung, d.h. alle Pflanzen sind genetisch identisch, da Gewebe (Zellen) auf einer Nährsubstanz unter Laborbedingungen vermehrt (gezüchtet) wird. Alle daraus entstandenen Pflanzen sind also gleich.

Das Gartencenter

Stetig erweitert sich das Angebot an Handelsware für den Hobby- und Freizeitgärtner. Heute umfasst das moderne Sortiment in einem großen Gartencenter nicht nur Saatgut und Pflanzen, sondern zusätzlich auch Gartenbedarf wie:

  • Anzuchtartikel (= alles für die Pflanzenvermehrung)  und Gewächshäuser
  • Gartenmotorgeräte, wie Rasenmäher, Vertikutierer, Heckenscheren etc.
  • Gartenpumpen, Teichfilter und Teichpflegemittel für Gartenteiche
  • Gartenhandgeräte, Scheren, Messer und Spezial-Garten-Werkzeug
  • Düngemittel in fester oder flüssiger Form für die verschiedensten Pflanzen
  • Pflanzenschutzmittel (zur Gesundung von Pflanzen) und Druckspritzen
  • Biozide (Schädlingsbekämpfungsmittel) z.B. gegen Ratten, Mäuse und Schermäuse,
  • Blumentöpfe und Blumenkübel aus den verschiedensten Werkstoffen
  • Gartenzäune in den vielfältigsten Formen und Materialien
  • Bodenbeläge aus Kunst- oder Naturstoffen
  • Blumen- und Pflanzerde, sowie Spezialsubstrate für Sonderkulturen
  • Garten-Accessoires und Gartenhelfer
  • Gartendekorationsartikel in den unterschiedlichen Stilrichtungen
  • Naturschutzartikel, wie Nistkästen für Vögel, Igelhäuser oder Insektenhotels
  • Gartengrills, auch zum Backen oder Räuchern
  • Gartenmöbel für die Entspannung (mein gemütliches Wohnzimmer im Garten)
  • Swimmingpools oder Schwimmteiche

Ca. 12.000 bis 15.000 verschiedene Gartenbedarfs-Artikel, 4000 verschiedene Pflanzen, wie Zimmerpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen, Blütengehölze, Koniferen (Nadelgehölze), Laubgehölze (immergrün oder teils laubabwerfend), Obstbäume und Obststräucher, Stauden, (Wild-) Kräuter und Wasserpflanzen, sowie 2000 verschiedene Saatgutsorten,  Blumenzwiebel und Blumenknollen findet der Hobby- und Freizeitgärtner heute in einem modernen Gartencenter.



                   


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